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Der Datenofen - heizen mit der Cloud

Heizwärme und warmes Wasser aus dem hauseigenen Mini-Datenzentrum.

Die Datenströme im Internet nehmen stetig zu. Unternehmen wie Facebook oder Google betreiben riesige Serverfarmen mit Unmengen von CPUs um Millionen von Such-, Freundschafts- oder sonstigen Anfragen bedienen zu können. Diese Serverfarmen benötigen nicht nur Unmengen von Strom um am Leben gehalten zu werden, sie produzieren auch noch jede Menge Wärmeenergie, die ungenutzt in die Atmosphäre geblasen wird.

Forscher der Universität von Virginia und Microsoft haben nun ihr gemeinsames Konzept vom "Datenofen" veröffentlicht. Die Idee dahinter ist so simpel wie genial: statt die Server in monströsen Rechenzentren zu horten, sollen diese dezentral verteilt werden und Firmengebäude oder Privathaushalte beheizen.

Um die Rechenleistung dieser Datenöfen, die aus 40 - 400 CPUs bestehen könnten, nutzen zu können, sollen diese über einen DSL-Breitbandanschluss an die Cloud angeschlossen werden. Die Administration der Server erfolgt natürlich aus der Ferne – vermutlich möchte niemand, dass zweimal pro Woche ein Nerd im Keller sitzt, der Updates auf der Heizanlage einspielt. Die Instandhaltung der Datenöfen dürfe auch nicht aufwendiger sein als die einer gewöhnlichen Heizanlage. So wäre es auch denkbar, dass die Betreiber der Cloud den "Hostfamilien" die Heizkraft umsonst zur Verfügung stellen, wenn diese sich dazu bereit erklärten, bei Bedarf beispielsweise einen Reset auszuführen oder Bauteile auszutauschen.

So könnten beide Seiten profitieren: die Hoster der Datenöfen versorgen die Server mit Strom und erhalten dafür Heizwärme und warmes Wasser und die Betreiber der Server könnten eine riesige Flotte kleinster, lokaler Datenzentren schaffen, die Internetnutzern in der näheren Umgebung ihre Services mit minimalen Latenzzeiten zur Verfügung stellen.

Dieses Konzept könnte durchaus Realität werden - vorausgesetzt der Ausbau des Breitbandnetzes wird weiterhin forciert.

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